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Bert Haanstra Retrospektive Berlin

Windmühlen, Tulpen, Käse und Coffeeshops sind in bezug auf die Niederlande beliebte Klischees. Um vorhandene Stereotypen aufzubrechen, ist das Interesse an Ereignissen der niederländischen Geschichte und Eigentümlichkeiten dieser Gesellschaft eine notwendige Voraussetzung. Der niederländische Cineast Bert Haanstra (31.05.1916 – 23.10.1997) hat sich in fast allen seinen Filmen mit Aspekten der niederländischen Gesellschaft, ihrer Vergangenheit und Gegenwart, mit dem Leben der Menschen in seiner Alltäglichkeit, seinen besonderen Ereignissen, in seinen jeweiligen Rhythmen, Wiederholungen, Zäsuren und Veränderungen auseinandergesetzt. 

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Sein visueller Humor und seine meisterhafte Montage veranschaulichen Szenen des alltäglichen Lebens und fesseln den Betrachter durch zahlreiche interessante Details. Mit subtiler augenzwinkernder Ironie hat Bert Haanstra sehr lebendige Filme geschaffen, die mit einer gewissen Milde gegenüber den menschlichen Verhaltensweisen den Ernst des Lebens erhellen. 

Mit dem kurzen Farbfilm GLAS (1958) gewann Bert Haanstra u. a. einen Oscar. Sein Spielfilm FANFARE (1958) steht noch heute auf dem 2. Platz der niederländischen Top Hundert. Der abendfüllende Dokumentarfilm ALLEMAN (1963) konnte über 1,6 Millionen Kinobesucher verzeichnen, gewann 1964 den Goldenen Bären in Berlin und wurde wie sein Film BIJ DE BEESTEN AF (dt. Verleihtitel FRESSEN UND GEFRESSEN WERDEN) für den Oscar nominiert.

Über das filmische Werk von Bert Haanstra.pdf